Der Schulname

 
Entstehung des Schulnamen
 
David Schuster, dem mit seiner vor dem Kriege in Bad Brückenau ansässigen Familie 1938 die Auswanderung nach Palästina glückte - nicht bevor er, wie sein Vater, durch Gefängnis- bzw. Konzentrationslageraufenthalte (Dachau, Buchenwald) mürbe gemacht worden war, kehrte 1956 nach Würzburg zurück. David Schuster ist länger Vorsitzender der Kultusgemeinde gewesen als alle seine Vorgänger im 19. und 20. Jahrhundert.
 


David Schuster, ca. 1996

David Schuster war einer der am meisten prägenden Gemeindevorsitzenden (1958 - 1996) der Nachkriegszeit. In seine Amtszeit fielen die Konsolidierung und der systematische Ausbau der Gemeinde und ihrer Einrichtungen. Dazu gehörten zunächst die Wiederherstellung des Friedhofsgebäudes und später der Neubau der 1970 eingeweihten Synagoge in der Valentin-Becker-Straße. David Schuster, der bis zur 1938 erzwungenen bzw. geglückten Emigration seiner Familie nach Palästina in Bad Brückenau gelebt hatte, war 1956 nach Unterfranken zurückgekehrt.

Für seinen Beitrag zur christlich-jüdischen Verständigung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz I. Klasse und den Bayerischen Verdienstorden. Die Juden des Freistaates Bayern repräsentierte er sechs Jahre lang im Bayerischen Senat. Mit auf seine Initiative zurück ging auch die Einrichtung eines von der Stadt Würzburg und dem Bezirk Unterfranken getragenen Dokumentationszentrums für jüdische Geschichte und Kultur in dem nicht mehr voll genutzten Altersheim in der Valentin-Becker-Straße. Das Projekt Shalom Europa, der im Jahr 2001 begonnene Bau eines neuen Gemeinde- und Kulturzentrums auf dem Gelände an der Valentin-Becker-Straße, trägt wesentlich auch seine Handschrift.

Quelle: www.shalomeuropa.de

 


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